Tschernobyl – 25 Jahre danach: Ein persönliches Foto-Projekt
Veröffentlicht am 26. Januar 2011 von Werner Rolli

Foto: Gerd Ludwig
Am 26. April 1986 führte ein Routinetest im Atomkraftwerk Tschernobyl zum schlimmsten Atomunglück der Geschichte. Der National-Geographic-Fotograf Gerd Ludwig war bereits zwischen 1991 und 2005 dreimal für längere Zeit dort. Doch heute, 25 Jahre nach der tödlichen Katastrophe, ist das Medieninteresse stark abgeklungen – obwohl das Gebiet noch immer hochgradig verseucht ist. Darum will Ludwig, der als einer der besten Dokumentarfotografen unserer Zeit gilt, jetzt auf eigene Faust zurückkehren. «Es geht mir darum, die aktuellen Zustände, den Fortschritt bei der Säuberung und die gesundheitlichen Folgen für die Anwohner zu dokumentieren», sagt er. «Das Unglück und seine Opfer dürfen nicht in Vergessenheit geraten.»
Für die Umsetzung seines Projekts benötigt der mehrfach prämierte Fotograf Sponsoren, die dieses bedeutende Langzeitprojekt mit einem Gesamtbetrag von mindestens 25‘000 Dollar unterstützen. Aufgrund der noch immer unglaublich starken Kontamination kann Gerd Ludwig nur 15 Minuten pro Tag im Innersten des Reaktors fotografieren. Dabei belaufen sich allein die täglichen Transportkosten auf rund 500 Euro, da sich in der gesamten Region niemand frei bewegen kann, es keine verlässlichen Karten oder Strassenschilder gibt und somit ein Fahrzeug mit ortskundigem Fahrer unverzichtbar ist.
CALIFORNIA SUNBOUNCE hat mit einer Spende von 2‘500 Dollar ein Zeichen gesetzt. In der Folge haben auch andere Sponsoren Beiträge gesprochen. Für eine Ausstellung unter dem Namen «Der lange Schatten von Tschernobyl» hat der ehemalige Bundesumweltminister Jürgen Trittin bereits seine Schirmherrschaft zugesagt. Sie soll im Mai beim Horizonte Fotofestival in Zingst eröffnen. Alle weiteren Informationen sowie Möglichkeiten, zu spenden, finden sich im Internet unter www.schattenvontschernobyl.de.
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Bin gerade eben zufaellig vorbei gekommen. Gefaellt mir sehr.